Zur Parkraumentwicklung in der Stadt Herford

Wir freuen uns, dass auch die CDU grundsätzlich Maßnahmen befürwortet, die „umweltverträglichere Verkehrsträger“ fördern. Schon die Diskussion am 25. Juni d. J. im Verkehrsausschuss hat gezeigt, dass der Antrag der SPD nach einem „Mobilitätskonzept“ große Unterstützung findet. Auch bei den dort genannten Eckpunkten für ein solches Konzept gibt es eine breite Unterstützung im Verkehrsausschuss.

In den sieben nachstehenden Punkten hat die SPD-Ratsfraktion aufgeführt, welche Ziele in einem solchen Verkehrsplan besondere Beachtung finden müssen.
- Eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt und wichtiger Ziele für alle Mobilitätsarten
- Förderung umweltschonender Mobilität, bei der Feinstaub und Lärm stark reduziert werden
- Eine Verkehrsplanung mit besonderem Augenmerk für Radfahrer, Fußgänger und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
- Attraktive Angebote für den Radverkehr (z.B. sichere Abstellanlagen, Servicestationen, sichere und direkte Wegführung)
- Attraktive Angebote für den Fußverkehr (z.B. benutzerfreundliche Ampelschaltungen, sichere und direkte Wegführung)
- Attraktive Angebote für den ÖPNV (z.B. günstige Tickets, kurze Taktzeiten, gute Verknüpfung mit Bus und Bahn, Wetterschutz an Haltestellen und eine umweltfreundliche Antriebstechnik)
- Pflege und Anpassung der Standards bei bestehenden PKW-Parkplätzen (z.B. Stellplatzbreite, moderne Bezahlsysteme, Ausweitung des Parkleitsystems)

Die Sorge der CDU, dass der Autoverkehr künftig in Herford zu kurz kommt, teilen wir nicht. Der SPD-Fraktion geht es um eine zukunftsgerichtete Umverteilung des Modal Split, der Verkehrsmittelwahl, zugunsten der Umwelt, eines gleichberechtigteren Miteinanders im Straßenverkehr und um den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Hierbei sind die vorhandenen Verkehrsflächen in vielen Bereichen neu zu überplanen, denn wer attraktive Angebote für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV anbieten will, muss dafür den passenden Rahmen und den Platz schaffen.
Hierbei werden wir weder den Autofahrer noch die Gewerbetreibenden in unserer Stadt vergessen. Dafür bedarf es allerdings keinen Grundsatzbeschluss für weitere Parkplätze, wie sie die Verwaltung dem Verkehrsausschuss vorschlägt, sondern bedarfsgerechte Entscheidungen, wenn die Stadtplanung und -entwicklung es erfordern. Für wegfallende, aber notwendige Parkplätze, wie z.B. an der Markthalle müssen gezielt alternative Parkmöglichkeiten geplant und geschaffen werden, einen „Freifahrtschein“ braucht es dafür nicht.

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