SPD kritisiert Wahlkampfgetöse im Zeichen der Corona-Krise

Angesichts der Corona-Krise hatten sich die Herforder Parteien darauf geeinigt, ihre Wahlkampfaktivitäten ruhen zu lassen.
Dass all die Kosten, die im Augenblick auf die Stadt Herford zu kommen, nicht aus der Portokasse zu bezahlen sind, dürfte wohl allen Herfordern klar sein. Der Bürgermeister hatte im Vorfeld nicht umsonst darauf hingewiesen, dass ein Nachtragshaushalt nötig sein wird.
Trotzdem äußern sich Bündnis 90/die Grünen in Person von Herbert Even zum wiederholten Male mit Forderungen, die selbstverständlich sind und somit förmlich nach Wahlkampf schreien – eine Farce, angesichts der Krise.
„Wir gehen davon aus, dass die Stadtwerke, die wir als verantwortungsbewusstes Unternehmen schätzen, gerade in diesen Zeiten niemanden im Regen stehen lassen. Das klappt sicherlich auch ohne die Ermahnungen von Herbert Even“, meint Thomas Besler. Auch in krisenfreien Zeiten drehten die Stadtwerke nicht einfach Strom, Gas oder Wasser ab. Es gebe eine Vorlaufzeit von einigen Wochen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen würden.  
Auf diesem Weg möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und den städtischen Tochterunternehmen für die tolle Arbeit im Zeichen der Krise bedanken, so die SPD.
Nun hat auch noch die CDU ihre Wahlkampfzurückhaltung aufgegeben: Frei nach dem Motto: „Hinterher weiß man alles besser“, hätte Herford auf die Investitionen in den letzten Jahren verzichten sollen.
Wäre das wirklich der bessere Weg gewesen?
Würde Herford heute in der Corona-Krise besser dastehen, wenn wir nicht den Neuen Markt oder die Rennstraße saniert hätten? Wohl kaum. Und schon heute bringen die Investitionen (beispielsweise der Bildungscampus) erhebliche Einnahmen für den Haushalt der Stadt.
Die unvorhersehbare Corona-Krise jetzt als Aufhänger zu nehmen, um alte Auseinandersetzungen neu zu führen, ist mehr als durchschaubar und wird dem Ernst der Lage nicht gerecht.
Wir sind in einer außergewöhnlichen Situation, da sollten wir alle gemeinsam den Fokus darauf richten, Hilfestellungen für die Herforder Bürgerinnen und Bürger zu geben, statt Wahlkampfsüppchen zu kochen.

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