SPD-Fraktion on Tour

Die SPD-Ratsfraktion informierte sich in Oldenburg über Wohnungsbauprojekte und Anforderungen an Mehrzweckhallen
Zunächst besichtigten die Herforder gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Oldenburger SPD-Ratsfraktion den alten Hafen. Hier setzt die Stadt Oldenburg das Projekt „Wohnen am Hafen“ um. Dort wandelt sich eine Industriefläche zu einem Wohngebiet. Auf 15 ha sind Wohnungen und Büros entstanden, wo früher Industrie und Dienstleistungsunternehmen die Szenerie beherrschten.
Vom geförderten Sozialen Wohnungsbau mit 20 Jahren laufender Mietpreisbindungen bis zu gehobenem Wohnen in teuren Penthousewohnungen werden die unterschiedlichsten Wohnformen angeboten. Darunter auch ein sehr beachtenswertes genossenschaftliches Wohnprojekt mit Kinderkrippe. In den neuen Büros haben sich Start-ups angesiedelt. Mit Blick auf die vorhandenen Konversionsflächen in Herford meint der Fraktionsvorsitzende Horst Heining: „So ein Mix verhindert Ghettobildungen und steht für modernen Wohnungsbau und Stadtentwicklung.“

Da in Herford das Theater und der Schützenhof sanierungsbedürftig sind und hier zwingende Investitionen anstehen, stellt sich alternativ die Frage nach einer Multifunktionshalle, die eine vielfältige Nutzung ermöglicht. Vor diesem Hintergrund informierten sich die Genossen über die EWE-Arena. Der Hallenkomplex ist zwar mit 12500 m2 Veranstaltungsfläche für Herford eine Nummer zu groß. Bei der Führung durch die verschiedenen Veranstaltungshallen wurde aber auf viele wichtige Details hingewiesen.
So sind für Mehrzweckhallen Klassikkonzerte wegen der benötigten Raumakustik die größte Herausforderung. Solche Konzerte brauchen eine lange Nachhallzeit, die dann wieder bei anderen Veranstaltungen stört. Eine Nachhallzeit kann elektronisch verlängert werden. Hat eine Halle bauartbedingt eine lange Nachhallzeit, muss mit Dämmung aufwendig und somit teuer nachgearbeitet werden.
Ganz andere Anforderungen gibt es bei Sportveranstaltungen. In der EWE Arena tragen die EWE Baskekets Oldenburg ihre Heimspiele aus. Ein so genannter Medienwürfel, der heutzutage bei solchen Veranstaltungen üblich ist, verursacht an der Deckenkonstruktion eine Punktbelastung bis zu 20 Tonnen.
Um möglichst viel Veranstaltungsfläche statt Lagerräume zu haben, ist es sinnvoll eine Halle zu unterkellern. Auch da gibt es je nach Nutzungsweise unterschiedliche Anforderungen an die Statik. Soll die Halle zum Beispiel mit einem Gabelstapler oder gar mit einem LKW befahrbar sein?
Es wurden noch viele andere Aspekte diskutiert wie: Licht-, Bestuhlungskonzepte oder die Möglichkeiten eine Eisbahn herzurichten.
Die SPD-Fraktionsmitglieder waren sich einig, dass sie mit vielen neuen Ideen und Eindrücken zurückkommen, die sicherlich in die weitere Arbeit einfließen werden. „Wichtig ist, dass wir ergebnisoffen in die Diskussion gehen und zu einer Lösung kommen, die nachhaltig den Anforderungen an eine moderne Spielstätte gerecht wird“, so Horst Heining.

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