Erhöhung der Ausbildungsquote ist kein Konsum

SPD Herford will Anhebung der Quote
Bürgermeister Tim Kähler hatte in einer Vorlage angeregt, die Ausbildungsquote der Stadt Herford bis zum Jahr 2020 von rund 5% auf 10% zu erhöhen. Den Vorschlag zur drastischen Anhebung der Ausbildungsquote hatte Herbert Even von den Grünen auf dem arbeitsmarktpolitischen Empfang des DGB vor einigen Tagen im Rathaus persönlich geäußert. Aber es kommt immer anders, als man denkt: Als nun dieser Vorschlag im Rat zur Abstimmung stand, wollten die Grünen nichts mehr davon wissen, es wurde mir Rücksicht auf die CDU, die strikt dagegen ist, relativiert und abgewiegelt.
Besonders interessant, um kein deutliches Wort zu benutzen, war die Äußerung von Herrn Rußkamp von der CDU, der der SPD vorwarf, sich beim Theater den Investitionen zu verweigern, aber hier bei der Ausbildung von Jugendlichen in erhöhten Konsum zu investieren.
Nur um das klarzustellen: Investitionen in das Theater und in Kultur allgemein, sind richtig und wichtig, aber es sind eben Investitionen in Steine, die kaum Rendite im finanziellen Sinne abwerfen. Während Investitionen in die Ausbildung von Jugendlichen eben kein Konsum sind, sondern Investitionen in unser aller Zukunft, die eine hohe Rendite abwerfen werden. Wir alle wissen, dass im Rathaus in den nächsten Jahren eine Pensionierungswelle vor der Tür steht, darauf müssen wir uns frühzeitig einstellen. Schon jetzt haben wir große Nachwuchsprobleme in vielen Bereichen und der Fachkräftemangel wird auch von dem Rathaus nicht halt machen. Der Vorschlag des Bürgermeisters war und ist also richtig, vor allem, wenn man sich den gerade erschienen Sozialbericht der Stadt Herford anschaut. Wir hier in Ostwestfalen und insbesondere im Kreis Herford haben eine hohe Zahl an Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz finden. Bei der Lösung dieses Problems sollte die Stadt Herford nicht abseits stehen.

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