Neuer Stadtwerke Geschäftsführer stellt sich vor - SPD lädt Oliver Daun zur Sitzung ein

Nach 20 Jahren sitzt nun erstmals wieder ein neues Gesicht vor dem SPD-Stadtverband. Oliver Daun, neuer Stadtwerke Geschäftsführer und damit Nachfolger von Detlef Jeretzky, hat sich in der letzten Stadtverbandssitzung vorgestellt. In einem offenen Gespräch, diskutierten die Anwesenden über Energie, die Freizeiteinrichtungen, aber auch über Persönliches. Daun, der gebürtig aus dem Oberbergischen stammt, war zuletzt als kaufmännischer Geschäftsführer bei den Stadtwerken Freudenstadt im Schwarzwald und sieht hier auch Parallelen zu seiner neuen Aufgabe in Herford, wo er sich ebenfalls um Versorgungsaufgaben und ein Schwimmbad kümmern muss.

Das H2O wurde in der angeregten und ehrlichen Diskussion häufiger genannt. Vor allem interessierte die Mitglieder der SPD die flexiblere Gestaltung der Schwimmzeiten und des Preissystems. Die soziale Struktur passe nicht, die Eintrittspreise werden immer teurer, hieß es aus Reihen der SPD. Vor allem Familien könnten sich einen Schwimmtag nicht mehr leisten. „Einfach nur mal schwimmen gehen, ist schon schwierig“, erklärte eine Genossin und kritisierte dabei vor allem den 90-Minuten-Tarif, der für Familien mit Kindern rein zeitlich  nicht zu meistern wäre. Daun, als Vater zweier Kinder, konnte der Argumentation folgen und versprach, das Thema anzugehen. Auch möchte er sich um das Personalproblem kümmern. „Schwimmmeister und Aufsichtspersonal sind derzeit knapp. Wir müssen den Job unbedingt attraktiver darstellen“, so Daun über mögliche Maßnahmen. „Wir sind ein guter Ausbildungsbetrieb, aber warum gehen die guten Leute nach der Ausbildung weg?“, möchte er dieser Frage unbedingt in der Zukunft nachgehen. Interessiert waren die Mitglieder des Herforder Stadtverbandes auch am Thema Eishockey bzw. Eishalle. Daun verriet, dass es bereits Kontakte zum Herforder Eishockey Verein gegeben habe. „Wir sind in guten Gesprächen, wie man zum Beispiel die Halle attraktiver gestalten kann“, erklärt Daun, der ein Fan von langfristiger Planung ist. Der Standort müsse verbessert werden, ohne gleich den großen Euro auszupacken. Ein neues Eisstadion würde die Stadtwerke finanziell aber überfordern, auch vor dem Hintergrund, dass man den anderen Vereinen der Stadt auch gerecht werden müsse.

Daun wollte seine Arbeit aber nicht nur auf das H2O und die Eishalle reduzieren, sondern sprach noch über alternative Energien und andere energienahe Dienstleistungen.

Zu guter Letzt resümierte er über seine Arbeit: „In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen im Personalbereich und auf dem Energiesektor stark verändert. Wir sehen trotzdem positiv gestimmt in die Zukunft, um alle an uns gestellten Anforderungen zu erfüllen.“

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